WERKZEUGE & FRÄSSTRATEGIEN


Werkzeug und Bahn-PARTS

 

Unter dem Menüpunkt "Werkzeug und Bahneinstellungen" erhalten Sie Zugriff auf alle in der DS-CAM verwendeten Fräser und Schleifwerkzeuge.
Neben den Einstellungen für die Werkzeuge, können Sie auch eigene Frässtrategien bearbeiten, verändern, verfeinern oder ganz neu anlegen. Da es auch hier wieder eine Vielzahl von möglichen Einstellungen gibt, ist es ratsam, diese nur durch erfahrene Benutzer durchführen zu lassen.
Werkzeuge:
- Auflistung aller verwendbaren Werkzeuge sowie Materialzuordnung
Strategie - Liste:
- Frässtrategien zusammengefasst
Strategie – Steps:
- Hier werden alle Steps einer Frässtrategie aufgelistet. Auch hier ist es für Sie möglich, weitere Feinheiten einzustellen.
Steps hinzufügen:
- Mit den hier befindlichen Icons/Buttons, können Sie die Frässtrategien für Ihre Bedürfnisse noch weiter anpassen oder verfeinern.
Werkzeuge

 

 

Da Sie Objekte nach Maßvorgaben fräsen möchten, müssen Sie schon von Beginn an darauf achten, möglichst genau zu arbeiten. Um dies zu ermöglichen, benötigen Sie zunächst einmal exakte Werkzeuge.
Sie müssen nun kontrollieren, ob für ein bestimmtes Werkzeug (in unserem Beispiel lediglich Tool 1) auch die richtigen Werte eingetragen sind.
Durch klicken auf „Geometrie“ eines Werkzeugs, erhalten Sie Zugriff auf die Werte des gewählten Tools und können diese gegebenenfalls ändern.

 

 

Nachdem Sie Ihre Werkzeuge überprüft haben, müssen Sie diesen auch noch ein Material zuweisen.

 

 

Hierzu drücken Sie einfach auf die Schaltfläche des gewünschten Materials. Das Auswählen des Materials für einen Fräser ist wichtig, da dieser erst durch die Aktivierung für die Frässtrategie des entsprechenden Materials freigeschaltet wird.
Wenn Sie aber einem Fräser kein Material zugewiesen haben, können Sie diesen später auch nicht für die jeweilige Frässtrategie auswählen bzw. einpflegen. In unserem Beispiel wurde ein Fräser des Typs „Bullnose“ und als Material Wachs, Titan und CrCo ausgewählt. Sichtbar durch die  „gelb“-leuchtenden Buttons (im oberen, rechten Bildschirmrand).
Material-Filter: Wenn Sie auf eine dieser Schaltflächen klicken, werden Ihnen alle Werkzeuge für das gewählte Material angezeigt. Werkzeuge, die nicht mit diesem Werkstoff verknüpft sind, werden somit ausgeblendet.

 

Material & Strategie
Werkzeug und Bahn-PARTS  Material u Strat
 
In diesem Bereich können und müssen Sie entscheiden, welches Material und welche Frässtrategie Sie benutzen möchten. Im ersten Schritt wählen Sie das Material (hier ZrO), in das Sie Ihr Objekt fräsen möchten. Nach der Auswahl zeigt die DS-CAM Software automatisch die für das Material angelegten, möglichen Frässtrategien an. Die Wahl der „richtigen“ Frässtrategie müssen Sie selbst festlegen.
Details:

Werkzeug und Bahn-PARTS  Material u Strat    KLEIN

"L": Lock / Schloss
In diesem Feld wird festgelegt, ob diese Frässtrategie gesperrt (rotes Schloss), oder ob sie editierbar ist (grünes Schloss). Durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf diesen Punkt, können Sie die Sperrung und weitere Einstellungen für diesen Bereich festlegen.
"D":
In der Version 3 der DS-CAM werden importierte Fräsobjekte zunächst in die Arbeitsvorbereitung geschoben, um sie dort entsprechend weiter zu bearbeiten. Sie haben aber auch die Möglichkeit, die Einstellung so anzupassen, dass das Importieren einer Arbeit ohne Arbeitsvorbereitung möglich ist. Ein Häkchen in diesem Feld bedeutet: Bei Fräsobjekten, die ohne AV importiert wurden, stellen die Frässtrategien mit Häkchen den Standard dar. D.h. bei Objekten ohne AV greift die DS-CAM auf diese, „als Standard“ gewählten, Strategien zurück.

"SC":
Dieses Icon stellt die Frässtrategie schematisch dar. In unserem Beispiel ist eine Krone zu sehen, daher hat sie als Icon „CR“, welches für Crown steht. Neben diesem gibt es aber noch eine Vielzahl weiterer Icons z.B. „B“ für Brücken (Bridge), „T“ für Teleskop-Arbeiten und so weiter. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, werden diese Bezeichnungen auch auf die Fräsobjekte in einer Ronde übertragen. Dies hilft Ihnen insofern, dass Sie gleich auf dem Fräsobjekt in der Ronde sehen, ob Sie die richtige bzw. passende Frässtrategie für dieses Objekt gewählt haben (z.B. macht es wenig Sinn, eine Einzelkrone mit der Frässtrategie für eine Brücke zu fräsen).
Strategie-Steps

In den Strategie-Steps werden alle Einzelschritte einer Strategie aufgeführt. Sollten Sie mit den Fräsergebnissen einer Strategie nicht zufrieden sein, so können Sie jederzeit Änderungen vornehmen. Sie haben die Möglichkeit, Teile einer Frässtrategie in der Reihenfolge zu ändern, bestimmte Bereiche zu aktivieren oder zu deaktivieren oder aber auch zu löschen. Ebenso können Sie auch, bei jedem Schritt getrennt von den anderen verfeinern. Klicken Sie hierzu auf das Feld „Erweitert“, somit erhalten Sie den Zugriff auf die Feineinstellungen.
Die Einstellmöglichkeiten unter „Erweitert“ sind detailreich beschriftet, wodurch eine Auflistung hier unnötig wird. Das Verändern dieser Werte kann zwar jederzeit vorgenommen werden, sollte aber nur von erfahrenen Anwendern durchgeführt werden.
Da es mit der DS-CAM Software möglich ist, verschiedenste Materialien zu fräsen, benötigen Sie auch unterschiedliche Systeme für den Abtransport von Schleifstäuben oder Ähnlichem. Bei vielen Werkstoffen wie z.B. Zirkon reicht es aus, die Absaugung in der Frässtrategie zu aktivieren. Verwenden Sie aber z.B. Titan, empfiehlt es sich ein Kühlmittel zu benutzen/aktivieren und die Absaugfunktion zu deaktivieren.
Level of difficulty:
Diesen Bereich können Sie als speziellen Schritt verwenden, ist aber für den "normalen" Anwender nicht erforderlich und kann ignoriert werden.
  • 0 – Default
  • 1 – Offset
  • 2 – Full Reduction
  • 3 – Partial Reduction
  • 4 – Fully Anatomic

Frässtrategie – Steps hinzufügen
Da sich zahntechnische Konstruktionen von der einen zur nächsten Arbeit unterscheiden, kann es mitunter vorkommen, dass Sie eine vorhandene Frässtrategie verfeinern, ändern oder um zusätzliche Schritte erweitern möchten. Sie haben hierbei die freie Wahl, ob Sie Ihre Strategie mit groben oder feinen Schritten verändern möchten. Des Weiteren können Sie auch noch spezielle Frässchritte erstellen (z.B. Gravur). Alle Steps können jeweils einzeln von der Unter- als auch von der Oberseite erstellt werden.

Wird so z.B. „Bar Schnitte“ von unten gewählt, werden die Halteelemente an dem Fräsobjekt von der Unterseite einer Ronde / Objektes angetrennt.
Wenn Sie sich nun entschieden haben, die bisherige Strategie noch um einen weiteren Step zu erweitern, dann ziehen Sie das entsprechende Icon per Drag&Drop in die Strategie. Sie müssen dabei aber auch die Reihenfolge der bisherigen Abfolge beachten. Die genauen „Einzelstep-Einstellmöglichkeiten“ werden in dem/den nächsten Kapitel(n) behandelt.
Steps / Schritte
Da sich zahntechnische Konstruktionen von der einen zur nächsten Arbeit unterscheiden, kann es mitunter vorkommen, dass Sie eine vorhandene Frässtrategie verfeinern, ändern oder um zusätzliche Schritte erweitern möchten. Sie haben hierbei die freie Wahl, ob Sie Ihre Strategie mit groben oder feinen Schritten verändern möchten. Des Weiteren können Sie auch noch spezielle Frässchritte erstellen (z.B. Gravur). Alle Steps können jeweils einzeln von der Unter- als auch von der Oberseite erstellt werden.

Wird so z.B. „Bar Schnitte“ von unten gewählt, werden die Halteelemente an dem Fräsobjekt von der Unterseite einer Ronde / Objektes angetrennt.
Wenn Sie sich nun entschieden haben, die bisherige Strategie noch um einen weiteren Step zu erweitern, dann ziehen Sie das entsprechende Icon per Drag&Drop in die Strategie. Sie müssen dabei aber auch die Reihenfolge der bisherigen Abfolge beachten. Die genauen „Einzelstep-Einstellmöglichkeiten“ werden in dem/den nächsten Kapitel(n) behandelt.
Steps / Schritte
Grob:
ADD STEPS 1
 
Schritt hinzufügen - GROB
Da beim Fräsen immer von Grob nach Fein vorgegangen wird, vollziehen wir das auch in unserem Beispiel. Die in diesem Bild dargestellten Icons stellen die Schrupp-Schritte dar. Hierbei ist zu beachten, dass Sie die Icons mit der Bezeichnung „Grob STD inkl. Kavität“ für alle verwendbaren Materialien nutzen können. Diese Steps sind der Standard (STD) für die Schrupp-Leistung der Frässtrategie. Die in diesem Bild jedoch ausgegrauten Icons sind nur verfügbar, wenn Sie Material wie vorgesinterte Keramikblöcke schleifen möchten, wie z.B. e.max oder Pritidenta-Fräsblöcke. Zu jedem dieser Schritte können Sie noch Feineinstellungen vornehmen, zu denen wir später noch eingehen werden.
Fein:
ADD STEPS 2
 

Schritt hinzufügen - FEIN

Kommen wir nun zu den Schlicht-Schritten einer Frässtrategie. In diesen Einstellungen können Sie die Vorgehensweise der Fräser beim Schlichten festlegen.
 
Fein STD inkl. Kavität:
Dies ist der Standard-Schlicht-Schritt einer Frässtrategie. Für gewöhnlich verläuft diese Fräsbahn von innen nach außen. Kavitäten werden hierbei ebenso mit einbezogen. Über die Feineinstellungen, zu denen wir später noch eingehen werden, können Sie hier und in jedem weiteren Schritt noch Änderungen vornehmen.
 
Fein kreuzweise inkl. Kavität:
Wählen Sie diesen Schritt, so fährt der Fräser kreuzweise über das zu fräsende Objekt. Dies betrifft das ganze Objekt inklusive Kavität.
Feinsteinstellungen beachten! Vorsicht!!! Nur für versierte Anwender
 
Fein Kontur Kavität parallel:
Hierbei wird ausschließliche die Kavität einer Konstruktion gefräst, getreu der Kontur.
 
Fein kreuzweise Kavität:
Möchten Sie bei einer Fräsung Kavitäten fräsen, so empfiehlt es sich, diesen Schritt als vorletztes zu verwenden. Üblicherweise geschieht dies durch den Fräser mit der kleinsten Größe (z.B. ein Fräser mit einem Durchmesser von 0,6 mm). Hierdurch werden noch die letzten Feinheiten ausgefräst.
Spezial:
ADD STEPS 3
 
Schritt hinzufügen -SPEZIAL
Damit ein Objekt nach dem Fräsen auch den Vorstellungen und Anforderungen des Konstrukteurs entspricht, reicht es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht aus, ausschließlich Schrupp– und Schlichtschritte durchzuführen. Sie können in der DS-CAM Software noch weitere, speziellere Frässchritte hinzufügen.
Interdental Bereich:
Selbsterklärend
 
Fein Kontur fertig:
Ist ein wichtiger Schritt, wenn Sie an einem Objekt bestimmte Konturen/Geometrien fräsen möchten z.B. eine Abutment-getragene Brücke. Da es bei solchen Konstruktionen Bereiche mit scharfen Kanten oder ähnlichem gibt, würde ein „normaler“ Frässchritt diesen Bereich nicht ordnungsgemäß ausfräsen bzw. würde in diesen Kanten Restmaterial übrig bleiben. Um feine Konturen zu fräsen, empfiehlt es sich, einen Fräser mit einer anderen Geometrie zu benutzen (z.B. einen Flachfräser).
 
Rest-Material:
Mit diesem Schritt können Sie festlegen, dass das Restmaterial, welches eventuell noch auf dem Objekt vorhanden sein könnte, abgetragen wird.
 
Hinterschnitte:
Ist ein Schritt, um mögliche Hinterschnitte/untersichgehende Bereiche auszufräsen.
 
Bar Schnitte:
Hier können Sie festlegen, ob die Halteelemente/Bars angetrennt werden sollen.
 
Gravur:
Ist ein möglicher Schritt, um einem Fräsobjekt noch eine eindeutige, in das Material gefräste, Bezeichnung zu geben. Über das Menü -> Einstellungen ->  Gravur können Sie noch weitere Einstellungen vornehmen.
 
Fissur Kontur parallel:
Wenn Sie diese Option auswählen, wird die Fissur getreu der Kontur gefräst. Hierbei ist es z.B. möglich, festzulegen ob dieser Bereich von außen nach innen oder von innen nach außen gefräst werden soll.
 
Fissur kreuzweise:
Bei diesem Schritt startet der Fräser von der höchsten Position, und beginnt die Bahnen waagerecht zu fräsen. Dabei arbeitet er sich durch, bis er die tiefstmögliche Stelle erreicht hat. Anschließend wird der Fissurenbereich noch einmal gefräst. Diesmal verlaufen die Bahnen aber senkrecht von oben nach unten. Ist eine Bahn von oben nach unten durchgelaufen, fährt der Fräser ein Stück waagerecht zur Seite und dann wieder von oben nach unten.
 
Farben fräsen:
Mit der DS-CAM haben Sie die Möglichkeit, bestimmte Bereiche farblich zu markieren (Painter benutzen) und diese Bereiche explizit zu fräsen.
Wichtig dabei ist, dass in den erweiterten Einstellungen "Farben" auch ein Häkchen bei der entsprechenden Farbe gesetzt wurde, die Sie im Painter benutzt haben.
 
Prepline:
Fügen Sie diesen Schritt zu einer Frässtrategie hinzu, dann wird die Präparations-Line noch einmal extra gefräst. Hierfür empfiehlt es sich, einen möglichst kleinen Fräser zu verwenden (z.B. 0,3 mm Durchmesser). Haben Sie in den erweiterten Einstellungen bei „Prepline innere Fräsbreite“sowie „Prepline äußere Fräsbreite“ den Wert "0" eingetragen, dann verläuft diese Fräsbahn ausschließlich einmal der Präparationsgrenze entlang. Sie können aber auch festlegen, dass die Bahnen noch weiter innerhalb oder außerhalb der Kavität verlaufen sollen (sinnvoll bei schwierigen Präparationsgrenzen).

 

Erweiterte Step Einstellungen

Für jeden Step, den Sie in Ihre Strategien eingliedern möchten, gibt es nochmal eine Vielzahl von möglichen Einstellungen. Nachfolgend wird jeder Punkt noch einmal genau erklärt.


Standard Vorschub:
Gibt die Geschwindigkeit in Millimeter pro Sekunde (mm/s) an. In diesem Beispiel arbeitet sich der Fräser mit 22mm/s durch das Material. Die Vorschubgeschwindigkeit sollte auf jeden Fall dem Material angepasst sein. Je höher dieser Wert ist, desto schneller wird auch das zu bearbeitende Material abgetragen. Bedenken Sie jedoch: ist dieser Wert zu hoch eingestellt, könnte es bei Materialien wie z.B. Zirkonoxid zu Ausbrüchen an der Fräsung kommen.

Verringerter Vorschub:
Der verringerte Vorschub wird immer dann angewendet, sobald der Fräser eine  Fräsbahn in der horizontalen Ebene gefräst hat, um dann in die nächste Ebene einzutauchen. Empfohlen wird hierbei die Hälfte des normalen Vorschubs.

Schruppzugabe / Schlichtaufmaß:
Gibt die Materialstärke an, die nach diesem Frässchritt zusätzlich auf dem Objekt verbleibt. Ist dieser Wert positiv, bleibt Material auf dem Objekt zurück. Bei einem negativen Wert dringt der Fräser tiefer in das Material als eigentlich geplant (wenn von dem Anwender gewünscht/ eher selten)

Bahngenauigkeit:
Je kleiner dieser Wert angegeben wird, umso genauer liegen die Fräsbahnen beieinander. Bedenken Sie aber auch, dass sich hierdurch die Fräszeit sowie die Zeit zur Berechnung verlängern kann.

Zustelltiefe:
Die Zustelltiefe gibt an, wie tief der Fräser nach Vollendung einer Fräsbahn auf der horizontalen Ebene in das Material eindringt.
Dieser Wert muss an das Material angepasst sein! Je höher dieser Wert ist, desto mehr Material wird zwar abgetragen, jedoch sollten Sie beachten, dass hierdurch auch die Belastung des Fräsers zunimmt.
Es kann sogar zu einem Bruch eines Fräsers kommen.

Bahnüberlappung:
Bei der Bahnüberlappung fährt der Fräser z.B. erst eine Bahn außen um das Objekt herum (im Kreis). Bevor sich der Kreis schließt, fährt er ein Stück (in % des Durchmessers) zur Seite und fährt dann dieselbe Bahn, nur dass die neue Bahn um 40% über der alten Bahn überlappt.

Flachstellen-Erkennung:
Wenn Sie dieses Feld aktiviert haben, dann erkennt die DS-CAM Software automatisch, ob Flachstellen vorhanden sind und fräst diese Flächen entsprechend aus.
Sollte sich einmal bei Konstruktionen mit Flachstellen ein Winkel ergeben, so kann dieser nur mit einem Flachfräser und einer entsprechenden Strategie (mit Konturkurve) gefräst werden. Die Konturkurve müssen Sie dann separat setzen.

Filter kleine Areale:

Über diesen Filter können Sie einstellen, dass bestimmte Bereiche nur dann gefräst werden, wenn sie einen bestimmten %-Satz des Fräsers entsprechen. 
Ist dies nicht der Fall, so wird dieser Bereich ausgelassen / übersprungen bzw., wird diese Stelle dann in einem weiteren Frässchritt herausgefräst.
Dies hat den Vorteil, dass zunächst erst alle „groben“ Schritte gefräst werden und anschließend die „kleinen Areale“.

Laufrichtung:
In diesem Menü können Sie die Laufrichtung des Fräsers bestimmen. Wir empfehlen Ihnen das Fräsen im„Gleichlauf“. Eine Veränderung dieser Einstellung sollte nur von erfahrenen Benutzern vorgenommen werden!!!

Fräsbahn Ausrichtung:
Über die Fräsbahn Ausrichtung wird im Wesentlichen festgelegt, wo sich der Startpunkt für diesen Frässchritt befindet. Zur Wahl stehen hier:

In →
Out:        

Es wird von innen nach außen gefräst. Die Fräse startet dabei zentral über dem Objekt und arbeitet
sich so nach außen vor

Out → In:
von außen nach innen

Top → Bottom:  
vom höchsten Punkt zum tiefsten
Die gewählte Ausrichtung der Fräsbahn hat wesentliche Auswirkungen auf die Passung einer Arbeit. Bei engen Arbeiten sollten Sie im Innenbereich / Kavitäten immer von außen nach innen fräsen!!!

Konturgrenzenbehandlung:
Durch diese Einstellung können Sie dem Fräser ein Limit setzen.

Innerhalb :   alles was sich innerhalb der Konturkurve befindet wird ausfräst

Außerhalb :  hierbei wird alles gefräst, was sich außerhalb der Konturkurve befindet

Zentriert :     Der Fräser beachtet zwar die Konturkurve, berührt sie während der Fräsung aber nicht. Er fräst ausschließlich in dem Zentrum dieser Kurve


Einschub Gruppe Einzeln / ID:

In der Arbeitsvorbereitung wird jeder Kavität ein Index zugewiesen. In diesem Menü können Sie festlegen, welche oder wie viele Kavitäten mit dem gleichen Gruppenindex gefräst werden sollen.  Der Standard beträgt hier alle Kavitäten.

Filter.Hinterschnitterkennung:
Über diesen Filter können Sie einstellen, dass bestimmte Bereiche nur dann gefräst werden, wenn sie einen bestimmten %-Satz des Fräserdurchmessers entsprechen.  Ist dies nicht der Fall, so wird dieser Bereich ausgelassen / übersprungen.


Tiefenschrittbegrenzung:
Durch Aktivierung dieses Feldes kann ein zu schnelles Eintauchen des Fräsers unterbunden werden.  Jedoch wird dies erst wirksam, wenn Sie das Tiefenschnitt-Limit festgesetzt haben.


Tiefenschritt Limit:
Hier legen Sie fest, wie tief (in mm) der Fräser in die Z-Achse bei einem Parallelschritt eintauchen darf.


Prepline innere / äußere Fräsbreite:
Mit diesen Frässchritten kann die Präparationsgrenze noch einmal separat gefräst werden. Hier können Sie die Fräsbreite zur Innenseite als auch zur Außenseite hin bestimmen.
Die in den obigen Bildern dargestellten Werte gehen immer von der Präparationsgrenze aus. Da wir bei der inneren Fräsbreite den Wert „1“ eingetragen haben, verläuft diese Fräsbahn von der Präpgrenze aus 1 mm in die Kavität, der äußere Bereich 3 mm.

Maschinen Dynamik
Einige Maschinen unterstützen verschiedene Dynamik Modi pro Frässchritt. Hierüber können Sie den Grad in 3 Stufen einstellen.


Kippwinkel Limitierung:
Hier können Sie den "gewünschten" maximalen Winkel bei Kippung unter Simultanbewegung, bezogen auf die Bearbeitungsachse, einstellen.


Spiral Verlinkung
Mit dieser Einstellung ändern Sie die Verlinkung von normal auf spiralförmig.


Flächendeaktivierung in Berechnung
Bei dieser Einstellung können Sie festlegen, ob bestimmte Flächen bei der Berechnung ausgelassen werden sollen.


5-Achs tumble angle und 5-Achs tumble
Über 5ax tumble angle können Sie einstellen, welchen Winkel das Werkzeug während einer 5ax Simultan-Bearbeitung einhalten soll.
Diese Option wird erst durch Setzen des Häkchens, bei 5ax tumble, aktiviert.

Schritt als separate Datei
Wenn Sie in den erweiterten Einstellungen eines Frässchrittes dieses Feld aktivieren, so wird dieser Frässchritt aus der aktuellen Berechnung herausgenommen und in eine separate Ausgabe-Datei abgelegt. Diesen können Sie dann nach der eigentlichen Fräsung vornehmen.
Dies empfiehlt sich z.B für sehr genaue Passungsarbeiten. Sie könnten somit diesen gesonderten Frässchrit immer wieder einzeln nachfräsen lassen (um  eventuelle Passungsungenauigkeiten auszubessern welche wiederum z.B durch ein Auslenken des Fräser verursacht worden sein können).

Silhouetten Fräser Anlage Modus:
In diesem Menü können Sie festlegen, wie der Fräser an dem zu fräsenden Objekt anliegt. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Sie vorher die Fläche mit einer Farbe markiert haben (Painter benutzen) oder aber an dem Bereich eine Konturkurve gesetzt haben.

Objektsilhouette:
Haben Sie diesen Punkt gewählt, so wird das Objekt /  markierter Bereich von der Draufsicht bearbeitet. „Untersichgehende“ Stellen werden dabei ignoriert.

Endhöhe:
Ähnlich der Objektsilhouetten-Option, versucht der Fräser hierbei bis an das Ende einer Farbfläche zu fräsen. Wie Sie auf dem Bild erkennen können, kann dabei Restmaterial übrig bleiben, da bei diesem Schritt die Endhöhe = Spitze des Fräsers bildet.


Werkzeug Kontakt:
Haben Sie diese Option gewählt, hat der Fräser mit seiner gesammten Geometrie (inklusive Konus)permanent Kontakt zu dem Objekt !!!


Oberkante senkrechte Flächen:
Hierbei liegt der Fräser an der Oberkante, bzw. an der obersten Begrenzung einer Farbfläche an und fängt dort an seine Bahn zu starten.

Unterkannte senkrechte Flächen:
Ist diese Option gewählt, so startet der Fräser an der Unterkannte einer senkrechten Fläche. Der Fräser hat dabei stets Kontakt mit seiner 0° Fräsfläche.