Objektbearbeitung


 

Da zahntechnische Konstruktionen meist eine definierte Einschubrichtung besitzen, sind Sie recht häufig durch diese schon stark eingeschränkt.
Dass es dadurch hier und da zu Problemen oder unschönen Ergebnissen kommen kann, dürfte wohl selbst einem unerfahrenen Benutzer einleuchten.
In der V3 der DS-CAM wurde Ihnen deshalb die Möglichkeit gegeben, Ihre Konstruktionen über die Objektbearbeitung so auszurichten, wie es Ihnen am besten gefällt oder anders gesagt, wie es für das Objekt / Fräsvorgang am sinnvollsten ist. Da die Objektbearbeitung Teil der Arbeitsvorbereitung ist, werden wir an dieser Stelle nicht mehr auf Kantenschwelle und Ansichten eingehen.

 

Schnitte:
Hier können Sie sich durch das Setzen von Häkchen und Verschieben der Regler den oder die Querschnitte der Konstruktion anzeigen lassen.Hauptmenue-Objektbearbeitung klein
 
Dreiecke:
Mit dem Button „Unterteilen“ können Sie noch weitere Dreiecke an dem Objekt erzeugen, bzw. wird hierdurch das bisherige Objekt in weitere Dreiecke unterteilt.
Es kann z.B. vorkommen, dass ein importiertes Objekt aus wenigen Dreiecken (warum auch immer) besteht und es schwierig wird, die Arbeit im Blank mit Bars zu versehen. Sind an einem Objekt bereits viele Dreiecke vorhanden, so wird das Drücken dieser Schaltfläche keinen Effekt bringen oder anders gesagt, die DS-CAM Software teilt Ihnen mit, ob und/oder wie viele Dreiecke nun hinzugefügt wurden. Dies ist z.B. sehr hilfreich, wenn Sie kleine Farbplättchen (etwa zur Farbmessung für Zirkon) fräsen möchten.
 

Reparieren:
Da es durchaus vorkommen kann, dass Datensätze, bedingt durch die digitale Übertragung, auch einmal fehlerhaft oder nicht ganz übertragen werden, bietet die DS-CAM die Möglichkeit, diese auch wieder zu reparieren. Durch Drücken dieser Schaltfläche wird versucht, den Datensatz wieder zu reparieren. Ob dies allerdings erfolgreich ist, hängt natürlich wiederum von der Konstruktion ab.
 

Peak-Filter:
Mithilfe des Peak-Filters können Sie die Oberfläche von zu fräsenden Objekten verändern bzw. glätten. Dieses Tool sollten Sie nur unter größter Sorgfalt verwenden, denn die Glättung der Oberfläche am Objekt passiert undefiniert (bzw. hat es den Anschein). Es kann durchaus passieren, dass auch Stellen geglättet werden, die Sie so gar nicht geglättet haben möchten, wie z. B. Präparationsgrenzen.

 


 

STL Ausrichtung:
Hierüber können Sie das Objekt nach Ihren Wünschen ausrichten. Dieses Fenster ist in vier Areale unterteilt, welche für sich selbsterklärend sind. Wenn Sie mit der linken Maustaste in eines der Areale „Draufsicht, Untersicht und Seitenansicht“ klicken, können Sie das Objekt nach Ihren Wünschen ausrichten.
Durch Bewegen des Mausrades wird die Ansicht auf das Objekt noch vergrößert oder verkleinert. In dem Areal „Perspektive“jedoch, funktioniert das Ganze ein wenig anders. Während Sie bei „Drauf-, Unter- und Seitenansicht“ sofort eine Veränderung bemerken, können Sie in der Perspektive das Objekt drehen und wenden wie Sie wollen, aber es hat keine Auswirkung auf das Objekt. Es dient nur dazu, das Objekt so zu drehen, dass Sie von allen Seiten schauen können, ob die Ausrichtung so in Ordnung ist.
Hilfreich ist es, wenn Sie sich unter „Ansichten“ die Hinterschnitte anzeigen lassen. Das Ausrichtungsmenü am rechten Bildschirmrand ist sehr einfach und selbsterklärend.

 


 

Das Ausrichten "per Hand" in der Objektbearbeitung, wird Ihnen nur "bedingt" genau gelingen, da es äußerst schwierig ist, die Ausrichtung mit der Maus genau so zu steuern, wie Sie es möchten. Für den Großteil reicht eine Ausrichtung der Arbeit unter Verwendung der Maus vollkommen aus. Allerdings gibt es aber auch immer wieder Konstruktionen, bei denen eine Ausrichtung möglichst genau sein muss. Um also möglichst "genau" zu sein, reicht ein "per Hand" ausrichten nicht aus, Sie benötigen hierzu definitive Werte, wie z.B. den Winkel.
Möchten Sie das Objekt lediglich um ein paar Grad kippen, so tragen Sie den Winkelwert in das entsprechende Feld ein. Durch Drücken der + und - Tasten, wird das Objekt jeweils um den eingetragenen Wert der gewählten Achse gedreht.
In unserem Beispiel haben wir in dem obersten Feld einen Wert von 12° eingegeben. Durch jeden Klick auf das Plus oder Minus-Symbol, kippt das Objekt jeweils um 12 Grad weiter. In unserem Beispiel würde das nun wie folgt aussehen:
  
A: 1. Klick - Objekt wird um 12 Grad gedreht
B: 2. Klick - Objekt wird um weitere 12 Grad gekippt
C: das Objekt wurde bisher um 24 Grad geneigt

 


 
Ausrichten auf Oberfläche
Sie können das Objekt auch auf eine bestimmte Fläche/Oberfläche hin ausrichten. Dazu genügt ein Klick auf die Schaltfläche, anschließend wählen Sie in der Perspektiven Ansicht die Fläche aus, mit der Sie das Objekt ausrichten möchten. (Es erscheint ein gelber Pfeil, der bei der Ausrichtung hilfreich ist!!!) Durch die DS-CAM Software wird das Objekt in Echtzeit auf die gewünschte/gewählte Fläche ausgerichtet. Durch einen  Linksklick mit der Maus, bestätigen Sie die gewählte Ausrichtung. Anschließend drücken Sie die OK-Schaltfläche.

 

Ausrichten am Loch:
Möchten Sie ein Objekt anhand eines Loches ausrichten, können Sie dies ganz einfach über diese Schaltfläche. Klicken Sie zunächst auf den Button in diesem Fenster, um die Locherkennung zu starten. Jetzt wählen Sie in der Perspektiven Ansicht das Loch aus, nach dem Sie das Objekt ausrichten möchten. Schon während Sie mit dem Mauszeiger über das Objekt fahren, wird das Objekt entsprechend ausgerichtet. Durch einen Klick mit der linken Maustaste, bestätigen Sie diese Ausrichtung. Durch einen weiteren Klick auf die OK-Schaltfläche, wird die Ausrichtung übernommen.
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ACHTUNG:

Das Neuausrichten und Speichern des Fräsobjektes, sollte unter großer Sorgfalt geschehen! Jede Arbeit, die Sie importieren, hat -bedingt durch den jeweiligen Anwender- eine gewisse Grundausrichtung. Diese wird hierbei überschrieben und kann nach der Speicherung nicht wieder auf den Ursprung zurückgesetzt werden. Sie können diese Ausrichtung zwar jederzeit wieder in diesem Fenster ändern, die Grundausrichtung werden Sie  aber so nicht oder nur sehr schwer wieder herstellen können. Um die ursprüngliche Grundausrichtung wieder herzustellen, müssten Sie die Arbeit neu in die DS-CAM Software V3 importieren.