Einschub definieren


 Einschub automatisch erkennen 

Da der Import anfangs nur ein reines STL-File war, fehlt der DS-CAM Software die Information über Einschübe. Daher leuchtet der Button für Einschübe momentan immer noch orange auf.
Genau wie ein automatisches Finden der Fissur, ist dies auch für Einschübe möglich. Wie zuvor reicht ein Klick auf den Button Auto. Wenn Sie die nötigen Einstellungen in Settings vorgenommen haben können Sie nach zusätzlichen Eigenschaften über den Menüpunkt Features suchen oder suchen lassen.
In unserem Bsp. hat die automatische Erkennung der Einschübe alle möglichen Einschübe erkannt. Klicken Sie nun auf den Button OK/Zurück und dieser Bereich ist abgeschlossen.
Für den Fall, dass der Einschub einmal nicht erkannt wurde, können Sie ihn auch noch manuell einstellen. 

 

 


Einschub manuell festlegen

Hat die automatische Erkennung nicht oder keinen Einschub gefunden, müssen Sie diesen manuell eingeben...

...

Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Kurve wählen. Nachdem Sie das Feld angewählt haben, ändert sich optisch erst einmal nichts. Wenn Sie nun aber den Mauszeiger auf das Objekt an die Präparationsgrenze bewegen, versucht die DS-CAM Software dort eine Kurve zu legen.
Beim Setzen der Linie/Kurve kann es passieren, dass diese nicht ganz geschlossen wird.
Um aber dennoch eine korrekte Linie/Kurve zu bekommen, gibt es wieder mehrere Wege, die Sie gehen können. Der einfachste Weg dabei ist, den Regler bei Kantenschwelle [+-°] ein wenig zu verändern. Schieben Sie ihn nach links,  nehmen die Kanten zu, schieben Sie nach rechts, nehmen die Kanten ab.

 

 

Haben Sie für Ihre Arbeit einen passenden Kantenschwellwert (bei welchem die Linie durchgängig ist) gefunden, klicken Sie mit der linken Maustaste einmal darauf.
Sofort wechselt die Ansicht direkt in die Kavität (diese Ansicht bildet gleichzeitig Einschubs-Richtung). Jetzt richten Sie diese Ansicht so aus, dass möglichst wenig "untersichgehende" Bereiche verbleiben.
Das Ausrichten dieses Einschubs erfolgt aus der Z-Achse (Verlauf des Fräsers).

...

TIPP:
Sollte das Verstellen des Kantenschwellwertes nicht den gewünschten Erfolg haben, können Sie an dem Objekt auch Bereiche farblich markieren, über die Sie dann Ihre Kurve wählen. 

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Einschub Härtefälle 

Sollten Sie trotz alledem noch Probleme mit den Einschüben bzw. der Präparations-Grenzen-Erkennung haben, bietet Ihnen die DS-CAM Software noch weitere Möglichkeiten. Sie können z. B. die Kurven auch selbst definieren.
 
Sie befinden sich in dem Menü Einschübe. Wählen Sie in dem Menü am rechten Bildschirmrand den Button Polylinie setzen. Nachdem Sie diesen gedrückt haben und den Mauszeiger auf das zu fräsende Objekt bewegen, bildet sich an der Spitze des Mauszeigers eine hellblaue Kugel.
Sie können die Konstruktion nach wie vor drehen und kippen. Bewegen Sie die Maus in die Nähe der Präparationsgrenze. Wenn Sie nun die Shift-Taste
shifttaste
drücken und gedrückt halten, können Sie mit jedem Linksklick der Maus einen Punkt setzen. Gehen Sie nun einmal im Kreis herum vor, bis Sie zu einem Ergebnis kommen, wie rechts im Bild dargestellt.
Diesem Einschub müssen Sie nun noch eine Fräsrichtung / Ausrichtung zuweisen.
Dazu klicken Sie auf den ButtonFräsrichtung, nun können Sie den Einschub ausrichten. Sind Sie mit der Ausrichtung zufrieden,  bestätigen Sie dies mit Einschub OK.

 


Einschub Gruppen Index

In der V3 der DS-CAM Software, werden in der Standard-Einstellung alle Einschübe einer Arbeit gleichartig behandelt und nacheinander gefräst.
Sind Sie mit der Erkennung einverstanden, klicken Sie auf OK/Zurück, jetzt sind die Einschübe abgeschlossen.
 
Falls Sie nur einen einzelnen oder nur einen bestimmten Anzahl an Einschüben fräsen möchten, haben Sie hier die Möglichkeit, jedem Einschub einen Index / Gruppenindex zu geben.

(Ob und welcher Index einen Einschub hat, sehen Sie am rechten oberen Bildschirmrand!)

 

In dem rechten Bild ist eine Brücke mit zwei Einschüben dargestellt.
In unserem Beispiel haben wir dem einen Einschub den Gruppenindex (GI) von „1“ und dem anderen einen GI von „5“ gegeben.
Damit Sie diesen Wert auch nachvollziehen können, wird der Gruppen-Index Einschübe indexierung 1nochmals in der Liste aller Einschübe pro Einschub angezeigt.
Hier wurde den Einschüben definitiv jeweils ein einzelner Index zugewiesen. Nun kann die Brücke gefräst werden. Wenn Sie nun die bisherige Frässtrategie auf diese Brücke anwenden würden, hätten Sie am  Ende ein Ergebnis, als hätten Sie den Einschüben keinen Index zugewiesen.
Da Sie aber möchten, dass einer der beiden Einschübe NICHT ausgefräst wird, müssen Sie die Frässtrategie noch entsprechend ändern und angeben, welcher der Einschübe ignoriert werden soll.

 

 

Öffnen Sie zuerst die Werkzeuge, wählen Sie dann das Material sowie die entsprechende Frässtrategie aus. Suchen Sie den Step für Einschübe in Ihrer Strategie und klicken auf „Erweitert“.

In diesem Fenster geben Sie an, welcher Einschub gefräst und welcher geschlossen werden soll. In unserem Beispiel gehen wir davon aus, den Einschub mit dem „GI 1“ nicht, den Einschub mit dem „GI 5“ ganz zu fräsen. Setzen Sie die Häkchen wie folgt:
1 = "diese schliessen" und 5 = "diese fräsen" ( ! )
Die Bezeichnung „diese schliessen“ bezieht sich auf die Kavität mit dem entsprechenden Gruppenindex (GI).
Sie wird intern -während der Berechnung- geschlossen, d. h., dass die Schlichtvorgänge in dieser Kavität einfach ausgelassen werden.

 

  • berechnete Bahnen ( Gl 1 - Gl 5 +)

 

  • Bahnensimulation 

 

Auf dem oberen Bild können Sie deutlich erkennen, dass die Bahnen für den Einschub (GI1) nicht berechnet wurden.
Auf dem Bild darunter sehen Sie die entsprechende Simulation dazu. Bei der Simulation wird sichtbar, dass die „kleine“ Kavität bereits durch die Schrupp-Schritte der Frässtrategie ausgefräst wurde (Standart-Einstellung). Da diese Kavität ja nicht mehr nachgefräst werden soll, sieht das Ergebnis sehr „rau“ aus.
Möchten Sie aber, dass selbst bei den Schrupp-Schritten die Kavität(en) ausgelassen werden soll(en), so müssen Sie an der ganzen Strategie Änderungen vornehmen.

 

ACHTUNG:
Da das „Herausnehmen“ eines Einschubes nicht der Regelfall ist, wird der Weg dorthin relativ kurzgehalten. Ebenso sollten Sie die folgenden Schritte wirklich nur tätigen, wenn Sie über genügend Erfahrung verfügen.
Machen Sie eine Sicherheitskopie der Strategien ( ! )

 

1.  Schruppschritt von unten: Das Feld "Keine Kavität" auswählen.

#

 
2.  Drag & Drop des Icons "fein kreuzweise Kavität" in die Strategie einfügen.

 

3.  Diesem Step das richtige Tool zuweisen und alle anderen Einstellungen wie Drehzahl usw. einstellen. Danach rufen Sie die Erweiterten Einstellungen für diesen Step auf und stellen dort die Einschub-Gruppen ein.

 

4.  Damit haben Sie alle notwendigen Einstellungen für diesen speziellen Fall vorgenommen. Die Arbeit kann nun berechnet und anschließend gefräst       werden

 

ACHTUNG:
Da für diesen Fall Änderungen an der Frässtrategie vorgenommen wurden, ist es ratsam, diese auch wieder rückgängig zu machen

(sofern Sie sich vorher nicht eine Kopie der Strategie gemacht haben).